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Sonnabend, 10. November 2012

Nach Tagen der Fotografiererei ist heute damit Schluss. Übers Fotografieren mit den Edelknipsen habe ich ja schon viel geschrieben. Aber die kleinen Kisten können ja noch mehr: Videos aufnehmen. Die Zeiten, in denen Fotoapparate grieselige, unscharfe und falsch belichtete Filme aufnahmen, sind längst vorbei. HD (High Definition = Hohe Auflösung) ist heute der Standard. Und was heißt das? Die Videos haben eine Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten, dies entspricht Full-HD. Das ist die gleiche Auflösung, die moderne Flachbildfernseher haben. Zum Vergleich: Die ersten Filmchen, die man mit Fotokameras machen konnte, hatten eine Auflösung von 640 x 480 Bildpunkten, das entspricht 0,3 Megapixel. Die HD-Auflösung hat 2 Megapixel, das ist das knapp Siebenfache. Und das sieht man natürlich auch in den Aufnahmen. Neben der Full-HD-Auflösung gibt es auch noch die einfache HD-Auflösung mit 1280 x 720 Bildpunkten. Achtung: Häufig wird bei Kameras für Videos in HD-Auflösung geworben. Meist ist dann aber nur die "kleine" HD-Auflösung von 1280 x 720 Bildpunkten gemeint. Der Unterschied zwischen Full-HD und normalem HD ist auf einem guten TV-Bildschirm sichtbar. Feine Details werden in der Full-HD-Auflösung besser wiedergegeben, feine Strukturen kommen besser zur Geltung.

Obwohl die drei Kameras alle mit Full-HD-Auflösung filmen, gibt es dennoch Unterschiede. Die liegen bei der Bildwiederholrate – sprich: Wie häufig wird das Bild gespeichert. Das Maximum sind 50 Bilder pro Sekunde, auch Bildwiederholrate genannt (zur Ergänzung, damit es kein Gemecker gibt: Profikameras können auch eine Bildwiederholrate von 60 Bildern/Sekunde haben). Um die Verwirrung noch weiter zu vergrößern: 50 Bilder pro Sekunde sind nicht gleich 50 Bilder pro Sekunde. Den kleinen aber feinen Unterschied macht der Buchstabe nach der Bildwiederholrate: 50p oder 50i (Foto Sony rechts). Der Buchstabe "p" steht dabei für den Begriff progressive und "i" für interlaced. Und was bedeutet das nun? Bei 50p nimmt die Kamera 50 mal pro Sekunde die volle HD-Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten auf, das ist das Optimum was geht. Bei 50i nimmt die Kamera zwar auch 50 Bilder pro Sekunde auf, allerdings jedesmal nur die halbe HD-Auflösung. Und wie muss ich mir das vorstellen? Das Bild besteht ja aus 1920 Bildpunkten nebeneinander und 1080 Bildzeilen. Im Modus Interlaced nimmt die Kamera bei jedem Bild immer nur jede zweite Zeile auf. Also: Beim ersten Bild werden die Zeilen 1, 3, 5, 7 usw. aufgenommen. Beim zweiten Bild die Zeilen 2, 4, 6, 8 usw. Für die Kamera bedeutet das schlicht und ergreifend: weniger Rechenarbeit.

Und welchen Unterschied macht das für den Betrachter und die Bildqualität? Theoretisch sollte ein Unterschied zwischen 50p und 50i sichtbar sein. Praktisch wirkt der sich allerdings nur dann aus, wenn sich im Motiv Dinge befinden, die sich schnell bewegen. Denn dann passen die jeweiligen Halbbilder nicht mehr perfekt zueinander und man hat das Gefühl das Bild ist minimal unscharf. Bei den Dingen, die sich schnell bewegen, können außerdem leichte Schlieren sichtbar sein. Bei Motiven, in denen sich nur wenig bewegt, ist der Unterschied zwischen 50i und 50p praktisch nicht sichtbar. Viele Kameras bieten die Möglichkeit, zwischen 50i und 25p zu wählen. Sprich: Entweder macht die Kamera 50 Halbbilder pro Sekunde oder 25 Vollbilder pro Sekunde. Mein Tipp: Bei "schnellen" Motiven wählt man 25p, bei ruhigen Motiven 50i.

Jetzt reicht's mit dem Fach-Kauderwelsch? Noch nicht. Es gibt noch einen weiteren Parameter, der wichtig ist. Das ist die sogenannte Datenrate. Beim Aufnehmen des Videos werden die Filmdaten von der Kamera komprimiert. Das ist ähnlich wie beim Fotografieren das JPEG-Format. Die Komprimierung ist erforderlich, da die Datenmenge nicht zu handhaben wäre, wenn jedes Bild unkomprimiert – quasi im RAW-Format – gespeichert würde. So wie es keine einheitliche JPEG-Komprimierung gibt, gibt es auch keine einheitliche Video-Komprimierung. Zwar sind die Filme im sogenannten AVCHD-Format gespeichert und können problemlos wiedergegeben werden – wie bei JPEG-Bildern – dennoch unterscheiden sie sich in der Datenrate. Die wird in Megabit pro Sekunde (MBit/Sek. oder auch Mbps) angegeben. Je höher die Datenrate, um so weniger wurde das Ausgangsmaterial komprimiert und um so besser sollte die Qualität sein. Das Maximum liegt übrigens bei 50 MBit/Sek. Auch hier noch die Ergänzung: Ja es gibt Profi-Kameras, die das Bild unkomprimiert speichern.

So, jetzt hoffe ich, dass ich ein wenig Klarheit in das Thema Video-Aufnahmen bringen konnte.

Und was heißt das nun für die drei Edelknipsen? Erst mal die Fakten: Alle nehmen in voller HDTV-Auflösung auf. Die Sony liegt mit 50p und einer Datenrate 28 Megabit/Sekunde vorn, gefolgt von der Panasonic mit ebenfalls 50p und einer Datenrate rund 26 Megabit/Sekunde und der Samsung mit 30p und einer Datenrate rund 15 Megabit/Sekunde. Geringere Auflösungen lassen sich bei allen Kameras wählen. Mit allen drei Modellen kann ich während der Aufnahme zoomen. Und: Das Zoomgeräusch ist bei der Wiedergabe praktisch nicht zu hören. Bei älteren Kameras war das Surren oder Rattern des Zoommotors deutlich bei der Wiedergabe zu hören und das störte mich gewaltig. Wo wir gerade beim Ton sind: Die drei Edelknipsen nehmen in Stereo auf, ein externes Mikrofon kann an keines der Modelle angeschlossen werden. Die drei Edelknipsen habe alle einen separaten Auslöseknopf für Videoaufnahmen und die können jederzeit gestartet werden. Das Programmwahlrad muss nicht extra auf das Filmsymbol gestellt werden. Stellt man es bei der Panasonic (Foto links) und der Sony auf das Filmsymbol, kann man zwischen Programm-Modus, Blenden- und Zeit-Priorität und manueller Einstellung von Zeit und Blende wählen. Wenn ich bei der Samsung das Film-Symbol wähle, kann ich zwischen elf Smart-Filtern (Foto rechts) wählen, beispielsweise Miniatur, Fischauge und Klassisch. Allerdings nimmt die Samsung bei einigen Effekten nicht in HD-Auflösung auf. Welche das sind, erkennt man ganz einfach an der Restaufnahmezeit. Wird beispielsweise in normaler Einstellung eine Restaufnahmezeit von 15 Minuten auf dem Bildschirm angezeigt, steigt die Restaufnahmezeit bei bestimmten Filtern auf 45 Minuten – dann wird in reduzierter Auflösung gefilmt. Soviel zu den Fakten – und wie sieht's nun mit der Bildqualität aus?

 

Zwei Dinge sind bei Videoaufnahmen wichtig: Die Nachführung der Schärfe und der Belichtung. Also Kameras in die Hand, Olsen anvisieren, die Aufnahme starten und los geht's. Ball werfen und filmen, wie der kleine Racker hinterherrennt, ab in den dunklen Wald und dann zurück auf die Wiese, an mir vorbei. Für die Kameras eine echte Herausforderung, vor allem weil ich dabei noch zoome. Die Knipsen müssen die Schärfe permanent nachführen und die Belichtung anpassen. Am besten gefällt mir dabei die Panasonic. Nicht nur, dass deren Bildstabilisator ein ruhiges Bild liefert, Schärfe und Belichtung werden zügig nachgeführt. Klar gibt es auch mal einen Augenblick, bei dem das Bild nicht ganz scharf ist, aber im Großen und Ganzen löst die Panasonic die Aufgabe prima. Ebenfalls gut: die Samsung. Nur manchmal habe ich das Gefühl, dass die Schärfenachführung etwas träger reagiert als bei der Panasonic und das Bild länger als notwendig nicht ganz scharf ist. Bei der Sony klappt das leider auch nicht viel besser und schneller. Schärfe und Helligkeit werden ziemlich träge nachgeregelt.  Schade, denn ansonsten sehen die Aufnahmen echt scharf und knackig aus. Farben gibt die Sony gut wieder. Aber bisher habe ich die Aufnahmen nur auf den kleinen Bildschirmen der Kameras angeschaut. Deswegen schließe ich die Knipsen jetzt an meinen Fernseher an. Das geht am einfachsten per HDMI-Anschluss. Den haben die drei Kameras in Form eines Mini-HDMI-Anschlusses (Panasonic) oder Micro-HDMI-Anschlusses (Samsung und Sony). Die Sony hat den übrigens recht gut versteckt auf der Unterseite. 

Auf der großen Glotze bestätigt sich mein Eindruck. Das beste Bild hat die Sony. Das Video ist schön detailreich, hat prima Farben und super scharf. Wie schon gesagt, das einzige Problem ist die Nachführung der Schärfe und Belichtung, das hat die Sony nicht ganz so gut Griff. Die Aufnahmen der Panasonic und Samsung schenken sich nicht viel. Beide sind auch detailreich und scharf. Die Farben werden naturgetreu wiedergegeben. Der Farbstich, den die Samsung bei Fotos zeigt, sehe ich auf den Videoaufnahmen nicht. Noch mal zum Thema Bildstabilisator: Auf den Filmchen ist zu erkennen, dass der bei der Panasonic am besten arbeitet. Sony und Samsung liegen in etwa auf einem Niveau, wobei der der Sony vielleicht einen minimalen Vorsprung hat. 

Generell muss ich sagen, dass ich von der Video-Qualität der drei Kameras echt überrascht bin. Von den früheren Ergebnissen solcher Kameras sind die Ergebnisse meilenweit entfernt und zwar nach oben. Vor allem das lästige Schärfe- und Helligkeitspumpen, das Fotokameras früher hatten, gehört bei den drei Modellen der Vergangenheit an. Die Edelknipsen eignen sich damit nicht nur zum Fotografieren, sondern auch zum Filmen – klasse! Sie sind zwar kein vollwertiger Ersatz für einen Camcorder, weil sie weniger Zoom haben, aber bei der Qualität müssen sich die drei Edelknipsen nicht verstecken. 

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Über die Foto-Bude

Willkommen in der Foto-Bude. Mein Name ist Ralf Spoerer. Im September 2012 habe ich die Foto-Bude gegründet. Davor habe ich mehr als sieben Jahre für eine der führenden Multimedia-Zeitschriften als leitender Redakteur gearbeitet. Bis heute habe ich hunderte Digitalkameras getestet und hervorragende Kontakte zu allen Kameraherstellern aufgebaut. Bei meinen Tests in der Foto-Bude ist es mir wichtig, verständlich zu schreiben. Ich überfrachte meine Artikel nicht mit Unmengen technischer Daten, sondern lege Wert darauf, dem Leser Unterstützung bei seiner Kaufentscheidung zu geben. Aber auch nach dem Kauf sollen meine Berichte eine praktische Hilfe sein, um das best mögliche aus der Kameras herauszuholen. Ich ergänze das mit meinen ausführlichen Videos auf meinem YouTube-Kanal und den Bildern auf Flickr. Noch mehr zum Konzept der Foto-Bude gibt es HIER.

 

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